Glossar-Eintrag

Cytokine-Release-Syndrom (CRS)

Das Cytokine-Release-Syndrom, kurz CRS, ist eine überschießende Entzündungsreaktion des Immunsystems. Es kann insbesondere nach einer CAR-T-Zell-Therapie oder der Behandlung mit T-Zell-aktivierenden bispezifischen Antikörpern auftreten.

Durch die Behandlung werden Immunzellen stark aktiviert. Sie setzen große Mengen von Botenstoffen, sogenannten Zytokinen, frei. Diese können im gesamten Körper Entzündungsreaktionen auslösen.

Das häufigste erste Zeichen ist Fieber. Weitere mögliche Beschwerden sind:

  • Schüttelfrost und starke Müdigkeit,
  • Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen,
  • schneller Herzschlag,
  • niedriger Blutdruck,
  • Atemnot und Sauerstoffmangel,
  • in schweren Fällen Störungen der Organfunktion.

Leichte Formen können mit Flüssigkeit, fiebersenkenden Mitteln und sorgfältiger Überwachung behandelt werden. Bei ausgeprägtem CRS kommen u.a. der Interleukin-6-Rezeptor-Antikörper Tocilizumab und ggf. Corticosteroide zum Einsatz. Schwere Verläufe können eine intensivmedizinische Behandlung erfordern.

Das CRS ist von neurologischen Nebenwirkungen wie dem ICANS zu unterscheiden, obwohl beide gleichzeitig auftreten können. Fieber oder andere Beschwerden nach einer entsprechenden Immuntherapie müssen sofort dem Behandlungsteam gemeldet werden.

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