Wenn Sie eine solide Tumorerkrankung, wie beispielsweise Brustkrebs oder Darmkrebs haben, finden Sie im Arztbrief eine Aneinanderreihung aus Zahlen und Buchstaben. Hierbei handelt es sich um die TNM Klassifikation Ihres Tumors. Sie beschreibt genau die Ausbreitung und das Stadium Ihrer Krebserkrankung.
Doch was bedeuten die Abkürzungen im TNM-System genau?
T steht für Tumor, N für Nodes, also Lymphknoten und M für Metastasen. Hinter jedem Buchstaben steht eine Zahl für die jeweilige Ausbreitung. Außerdem finden Sie Angaben zum Grading (G1-4). Je höher das G, desto weniger differenziert und bösartiger ist der Tumor.
Bei genauerer Betrachtung Ihrer TNM Klassifikation werden Sie feststellen, dass neben Großbuchstaben auch Kleinbuchstaben vorkommen. Sie ergänzen die Klassifikation um verschiedene ergänzende Merkmale, beispielsweise p= Befundsicherung durch pathologisch untersuchtes Gewebe im Labor oder r, wie Rezidiv, also das erneute Auftreten des Tumors.
Alle gängigen Einstufungskriterien haben wir Ihnen übersichtlich aufgelistet, damit Sie Ihre TNM-Klassifizierung Schritt für Schritt entschlüsseln können.
Bitte beachten Sie, dass sich das TNM-System nicht bei allen Krebsarten gleich anwenden lässt. Bei einigen Krebsarten sind andere Kriterien besser zur Beurteilung geeignet. Bei hämatologischen Krebserkrankungen wird nach WHO-Klassifikation eingestuft.