Glossar-Eintrag

Corticosteroide

Corticosteroide sind natürliche Hormone der Nebennierenrinde oder künstlich hergestellte Medikamente mit ähnlicher Wirkung. Man unterscheidet vor allem Glukokortikoide und Mineralokortikoide.

Glukokortikoide wie Dexamethason, Prednisolon oder Hydrocortison wirken stark entzündungshemmend und unterdrücken bestimmte Immunreaktionen. In der Krebsmedizin werden sie u.a. eingesetzt:

  • als Bestandteil der Behandlung bestimmter Leukämien, Lymphome und des multiplen Myeloms,
  • gegen Übelkeit,
  • zur Verringerung von Schwellungen, beispielsweise bei Hirntumoren,
  • bei allergischen Infusionsreaktionen,
  • zur Behandlung immunvermittelter Nebenwirkungen einer Immuntherapie.

Bei längerer oder hoch dosierter Einnahme können Nebenwirkungen wie erhöhter Blutzucker, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Muskelabbau, Infektionsanfälligkeit, Osteoporose oder Magenbeschwerden auftreten.

Nach längerer Behandlung dürfen Corticosteroide meist nicht plötzlich abgesetzt werden, weil die körpereigene Hormonproduktion vorübergehend vermindert sein kann. Die Dosis wird dann schrittweise reduziert.

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