Glossar-Eintrag

Cortisol

Cortisol ist ein körpereigenes Glukokortikoidhormon. Es wird in der Nebennierenrinde gebildet und über einen Regelkreis zwischen Gehirn, Hirnanhangsdrüse und Nebenniere gesteuert.

Cortisol beeinflusst u.a. den Zucker-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel, den Blutdruck und das Immunsystem. Bei körperlichem oder seelischem Stress steigt die Ausschüttung häufig an. Deshalb wird Cortisol umgangssprachlich als Stresshormon bezeichnet.

Das Hormon folgt einem Tagesrhythmus. Die Werte sind normalerweise morgens höher und fallen im Tagesverlauf ab. Ein einzelner Messwert muss deshalb immer in Bezug auf Zeitpunkt, Medikamente und Untersuchungssituation beurteilt werden.

Künstlich hergestelltes Cortisol wird als Hydrocortison bezeichnet und kann beispielsweise zur Hormonersatztherapie oder zur Behandlung von Entzündungen eingesetzt werden.

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