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Glossar-Eintrag
Eine Deletion ist eine genetische Veränderung, bei der ein Abschnitt der Erbsubstanz fehlt. Der verlorene Bereich kann sehr klein sein und nur einen einzelnen DNA-Baustein umfassen. Er kann aber auch ein ganzes Gen, mehrere Gene oder einen größeren Teil eines Chromosoms betreffen.
Durch eine Deletion kann ein Gen seine Funktion teilweise oder vollständig verlieren. Die Auswirkungen hängen davon ab, welcher Abschnitt fehlt und welche Aufgabe die betroffenen Gene normalerweise haben.
In Krebszellen können Deletionen Gene ausschalten, die das Zellwachstum bremsen oder beschädigte Zellen beseitigen. Ein Beispiel ist die Deletion 17p, bei der häufig das wichtige Tumorsuppressorgen TP53 verloren geht.
Eine in Tumorgewebe nachgewiesene Deletion ist nicht automatisch vererbt. Viele solcher Veränderungen entstehen erst im Laufe des Lebens in den Tumorzellen. Für die Frage nach einer erblichen Veranlagung ist ggf. eine zusätzliche Untersuchung gesunder Körperzellen erforderlich.
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