Glossar-Eintrag

Diphosphonate

Diphosphonate ist eine ältere Bezeichnung für Bisphosphonate. Dabei handelt es sich um Medikamente, die den Abbau von Knochengewebe hemmen.

Bisphosphonate lagern sich im Knochen an und bremsen die Aktivität der Osteoklasten. Das sind Zellen, die normalerweise Knochen abbauen.

In der Krebsmedizin werden Bisphosphonate u.a. eingesetzt

  • bei Knochenmetastasen,
  • beim multiplen Myelom,
  • bei einem krebsbedingt erhöhten Kalziumspiegel,
  • zur Vorbeugung oder Behandlung eines therapiebedingten Knochenschwunds.

Die Medikamente können Knochenschmerzen und das Risiko von Brüchen oder anderen Knochenkomplikationen vermindern. Mögliche Nebenwirkungen sind grippeähnliche Beschwerden, Nierenprobleme und ein zu niedriger Kalziumspiegel.

Eine seltene, aber wichtige Komplikation ist die Kieferosteonekrose. Deshalb wird vor längerfristiger Behandlung häufig eine zahnärztliche Untersuchung empfohlen.

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