Glossar-Eintrag

gutartige Tumoren

Gutartige Tumoren, medizinisch benigne Tumoren, sind Gewebeneubildungen, die nicht die typischen Eigenschaften einer Krebserkrankung besitzen. Sie wachsen meist örtlich begrenzt, dringen nicht zerstörend in Nachbargewebe ein und bilden keine Metastasen.

Gutartig bedeutet jedoch nicht automatisch bedeutungslos. Ein Tumor kann durch seine Größe oder Lage erhebliche Beschwerden verursachen. Ein gutartiger Hirntumor kann beispielsweise auf wichtige Hirnstrukturen drücken, und ein hormonproduzierender Tumor kann den Hormonhaushalt stark verändern.

Manche gutartigen Tumoren besitzen außerdem ein unterschiedlich hohes Risiko, sich im Laufe der Zeit zu einer bösartigen Veränderung weiterzuentwickeln. Ein Beispiel sind bestimmte Adenome des Dickdarms.

Ob ein gutartiger Tumor behandelt werden muss, hängt deshalb von Art, Größe, Wachstum, Lage und verursachten Beschwerden ab.

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