Glossar-Eintrag

Hand-Fuß-Syndrom

Das Hand-Fuß-Syndrom, medizinisch palmoplantare Erythrodysästhesie genannt, ist eine mögliche Nebenwirkung bestimmter Krebsmedikamente.

Besonders häufig tritt es beispielsweise bei Capecitabin, 5-Fluorouracil oder liposomalem Doxorubicin auf. Hände und Fußsohlen können gerötet, geschwollen, empfindlich oder schmerzhaft werden. In ausgeprägten Fällen können Blasen, Risse oder Abschälungen der Haut entstehen.

Erste Zeichen sind häufig Kribbeln, Brennen oder eine ungewöhnliche Empfindlichkeit.

Wichtig sind frühzeitige Hautpflege und das Vermeiden starker mechanischer oder thermischer Belastungen. Bei stärkeren Beschwerden kann eine Dosisanpassung oder Behandlungspause notwendig werden.

Vom klassischen Hand-Fuß-Syndrom wird teilweise die Hand-Fuß-Hautreaktion bestimmter zielgerichteter Medikamente unterschieden, bei der häufiger örtlich begrenzte schmerzhafte Verhornungen auftreten.

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