Glossar-Eintrag

Cytokine-Release-Syndrom (CRS)

Das Cytokine-Release-Syndrom (CRS, Zytokin-Freisetzungssyndrom) ist eine Nebenwirkung, die bei bestimmten Immuntherapien wie CAR-T-Zellen, bispezifischen Antikörpern oder Immuncheckpoint-Inhibitoren auftreten kann. Es handelt sich um eine übermäßige Reaktion des Immunsystems, bei der große Mengen von Signalproteinen, den sogenannten Zytokinen, freigesetzt werden. Wie entsteht ein CRS? Ein CRS tritt auf, wenn Immunzellen, wie T-Zellen oder Makrophagen, durch die Therapie aktiviert werden und eine große Menge an Zytokinen freisetzen. Diese Zytokine verstärken die Immunantwort und können Entzündungsreaktionen im gesamten Körper auslösen. Symptome des CRS Die Symptome können mild oder zum Teil auch schwer sein und umfassen: Leichtes CRS Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen Schweres CRS Niedriger Blutdruck, Atemnot, Herzrasen, Organversagen Wie wird ein CRS behandelt? Milde Formen: Werden meist symptomatisch behandelt, z. B. mit Fieber-senkenden Medikamenten oder Flüssigkeitszufuhr. Schwere Formen: Erfordern oft spezifische Maßnahmen und Medikamente wie Tocilizumab (ein Anti-IL-6-Antikörper) oder eine Kortisonbehandlung, um die Entzündungsreaktion zu kontrollieren. In einigen Fällen kann auch eine Intensivmedizinische Behandlung erforderlich sein. Das Cytokine-Release-Syndrom ist eine Herausforderung bei modernen Krebstherapien, kann aber durch rechtzeitige Diagnostik und Therapie in den meisten Fällen kontrolliert werden.  

 

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