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Glossar-Eintrag
Der Ceiling-Effekt bezeichnet in der Arzneimittellehre eine Wirkungsobergrenze. Ab einer bestimmten Dosis führt eine weitere Steigerung des Medikaments nicht mehr zu einer stärkeren gewünschten Wirkung.
Das kann beispielsweise daran liegen, dass die erreichbare maximale Rezeptorwirkung bereits ausgeschöpft ist. Eine höhere Dosis kann dann trotzdem die Wahrscheinlichkeit oder Stärke von Nebenwirkungen erhöhen.
Der Ceiling-Effekt betrifft nicht bei jedem Medikament alle Wirkungen gleichermaßen. Ein Wirkstoff kann beispielsweise bei einer bestimmten Wirkung eine Obergrenze erreichen, während andere Wirkungen oder Nebenwirkungen weiterhin zunehmen.
Für Patienten bedeutet dies: Mehr Medikament ist nicht automatisch wirksamer. Die verschriebene Dosis sollte daher nicht eigenständig erhöht werden. Wenn eine Wirkung nicht ausreicht, muss geprüft werden, ob eine andere Dosierung, ein anderes Medikament oder eine Kombination sinnvoller ist.
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