Glossar-Eintrag

CIN

CIN steht für zervikale intraepitheliale Neoplasie. Gemeint sind auffällige Zellveränderungen an der Oberfläche des Gebärmutterhalses.

CIN-Veränderungen werden meist durch eine länger bestehende Infektion mit bestimmten Hochrisiko-Typen des humanen Papillomvirus, kurz HPV, verursacht. Sie sind noch kein invasiver Gebärmutterhalskrebs, können sich aber teilweise dazu weiterentwickeln.

Die Einteilung erfolgt in drei Schweregrade:

  • CIN 1: leichte Zellveränderung, die sich häufig von selbst zurückbildet.
  • CIN 2: mittelgradige Veränderung; je nach Alter und Situation kommen Behandlung oder engmaschige Kontrolle infrage.
  • CIN 3: schwere Zellveränderung mit höherem Risiko einer Weiterentwicklung; sie wird normalerweise behandelt.

Die Diagnose wird nicht allein mit einem Pap-Abstrich gestellt, sondern meist durch eine gezielte Gewebeprobe im Rahmen einer Kolposkopie bestätigt.

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