Glossar-Eintrag

dendritische Zellen

Dendritische Zellen sind spezialisierte Zellen des Immunsystems. Sie nehmen Bestandteile von Krankheitserregern, geschädigten Zellen oder Tumorzellen auf und präsentieren charakteristische Bruchstücke davon auf ihrer Oberfläche.

Diese präsentierten Strukturen werden als Antigene bezeichnet. Dendritische Zellen wandern zu den Lymphknoten und zeigen die Antigene dort anderen Immunzellen, insbesondere T-Lymphozyten. Dadurch können sie eine gezielte Immunreaktion in Gang setzen.

Dendritische Zellen bilden somit eine wichtige Verbindung zwischen der angeborenen und der erworbenen Immunabwehr. Sie entscheiden mit darüber, ob und wie stark das Immunsystem auf eine bestimmte Struktur reagiert.

In der Krebsmedizin wird untersucht, wie dendritische Zellen therapeutisch aktiviert oder als Bestandteil von Impfstrategien gegen Tumoren genutzt werden können. Tumoren können jedoch Mechanismen entwickeln, durch die sie die Arbeit dendritischer Zellen und damit die Immunabwehr abschwächen.

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