Glossar-Eintrag

Depotpräparat

Ein Depotpräparat ist ein Medikament, das seinen Wirkstoff nach der Anwendung langsam und über einen längeren Zeitraum freisetzt. Dadurch kann eine Wirkung über Wochen oder Monate erreicht werden, ohne dass das Arzneimittel täglich eingenommen oder gespritzt werden muss.

Depotpräparate werden häufig unter die Haut oder in einen Muskel gespritzt. Manche Wirkstoffe werden auch als kleines Implantat eingebracht. In der Krebsmedizin gibt es beispielsweise Depotpräparate bestimmter Hormonmedikamente zur Behandlung von Prostata- oder Brustkrebs.

Der Begriff ist nicht vollständig mit „Retardpräparat“ gleichzusetzen. Retardpräparate sind häufig Tabletten oder Kapseln, aus denen der Wirkstoff über mehrere Stunden verzögert freigesetzt wird. Ein Depotpräparat bezeichnet dagegen besonders oft eine länger wirksame Spritze oder ein Implantat.

Depotpräparate dürfen nur in den vorgesehenen Abständen und auf die vorgeschriebene Weise angewendet werden. Fehler bei der Zubereitung oder Injektion können dazu führen, dass nicht die vollständige Wirkstoffmenge abgegeben wird.

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