Glossar-Eintrag

Differentialblutbild

Beim Differentialblutbild wird untersucht, wie sich die weißen Blutkörperchen auf ihre verschiedenen Untergruppen verteilen. Häufig ist es Bestandteil des sogenannten großen Blutbildes.

Bestimmt werden insbesondere

  • neutrophile Granulozyten,
  • Lymphozyten,
  • Monozyten,
  • eosinophile Granulozyten,
  • basophile Granulozyten.

Die Zellen werden meist automatisch gezählt. Bei auffälligen Ergebnissen kann zusätzlich ein Blutausstrich unter dem Mikroskop beurteilt werden. Dabei lassen sich auch unreife oder ungewöhnlich aussehende Zellen erkennen.

In der Krebsmedizin ist vor allem die Zahl der neutrophilen Granulozyten wichtig, weil ein starker Abfall das Risiko schwerer Infektionen erhöht. Ein Differentialblutbild kann außerdem Hinweise auf Leukämien, Lymphome, Infektionen oder Reaktionen auf Medikamente geben. Die Werte müssen immer im Zusammenhang mit dem gesamten Blutbild und der klinischen Situation beurteilt werden.

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