Glossar-Eintrag

Doppelblindstudie

Eine Doppelblindstudie ist eine klinische Studie, bei der weder die teilnehmenden Patienten noch die unmittelbar behandelnden oder bewertenden Fachleute wissen, welcher Studiengruppe eine Person zugeordnet wurde.

Dadurch soll verhindert werden, dass Erwartungen die Wahrnehmung, Behandlung oder Bewertung von Beschwerden beeinflussen. Eine Doppelverblindung kann somit das Risiko einer systematischen Verzerrung verringern.

Die Vergleichsgruppe erhält nicht zwangsläufig ein wirkstofffreies Placebo. Besonders in der Krebsmedizin wäre das bei einer verfügbaren wirksamen Standardbehandlung häufig nicht vertretbar. Stattdessen kann beispielsweise Folgendes verglichen werden:

  • Standardtherapie plus neues Medikament gegen Standardtherapie plus Placebo,
  • zwei unterschiedliche wirksame Behandlungen,
  • verschiedene Dosierungen eines Medikaments.

Eine Doppelverblindung ist nicht bei jeder Behandlung möglich. Bei Operationen oder deutlich unterschiedlichen Therapieformen wissen beispielsweise die Behandelnden oft, welche Maßnahme durchgeführt wurde.

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