Glossar-Eintrag

Drittlinientherapie

Die Drittlinientherapie folgt auf die Erst- und Zweitlinientherapie. Ärzte setzen sie ein, wenn die vorherigen Behandlungen nicht ausreichen oder ihre Wirkung verlieren. Auch starke Nebenwirkungen können ein Grund für diesen Wechsel sein.

Eine Therapielinie kann aus einem einzelnen Medikament, einer Medikamentenkombination oder mehreren aufeinander abgestimmten Behandlungsschritten bestehen. Eine Operation, Bestrahlung oder Erhaltungstherapie wird je nach Erkrankung und Behandlungskonzept unterschiedlich eingeordnet.

„Dritte Linie“ bedeutet nicht automatisch, dass nur noch eine einzige Möglichkeit besteht. Bei manchen Krebsarten stehen auch in späteren Therapielinien mehrere zugelassene Behandlungen oder klinische Studien zur Verfügung.

Welche Therapie gewählt wird, hängt u.a. von Tumorart, molekularen Eigenschaften, vorherigen Behandlungen, Dauer des bisherigen Ansprechens, Nebenwirkungen, Organfunktion und persönlichen Behandlungszielen ab.

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