Glossar-Eintrag

embryonaler Tumor

Ein embryonaler Tumor entsteht aus sehr unreifen Zellen, die Eigenschaften früher Entwicklungsstadien besitzen. Der Begriff bedeutet nicht unbedingt, dass der Tumor bereits während der Schwangerschaft vorhanden war.

Embryonale Tumoren treten überwiegend im Kindesalter auf, können aber in seltenen Fällen auch Erwachsene betreffen. Zu dieser Gruppe gehören u.a. Neuroblastome, Nephroblastome bzw. Wilms-Tumoren sowie bestimmte Tumoren des zentralen Nervensystems.

Die genaue Einteilung erfolgt anhand der Gewebestruktur, molekularer Merkmale, des Entstehungsortes und des Alters des Kindes. Die Behandlung kann Chemotherapie, Operation und Strahlentherapie umfassen.

Da sich die einzelnen embryonalen Tumorarten biologisch stark unterscheiden, lässt sich aus dem Begriff allein keine Aussage über Therapie oder Heilungsaussichten ableiten.

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