Glossar-Eintrag

Gallengangskrebs

Gallengangskrebs, medizinisch Cholangiokarzinom, ist eine bösartige Erkrankung der Gallengänge. Diese feinen Röhren transportieren die Gallenflüssigkeit von der Leber in den Dünndarm.

Je nach Entstehungsort unterscheidet man intrahepatische Cholangiokarzinome innerhalb der Leber sowie perihiläre und distale Tumoren der Gallengänge außerhalb der Leber.

Besonders Tumoren der außerhalb der Leber gelegenen Gallengänge können den Galleabfluss blockieren. Mögliche Beschwerden sind eine Gelbfärbung von Haut und Augen, dunkler Urin, heller Stuhl, Juckreiz, Oberbauchbeschwerden und Gewichtsverlust.

Die Behandlung hängt stark von Lage und Ausbreitung ab. Wenn eine vollständige operative Entfernung möglich ist, bietet sie die beste Aussicht auf eine dauerhafte Kontrolle bzw. Heilung. Bei fortgeschrittener Erkrankung werden meist medikamentöse Therapien eingesetzt.

Bei Gallengangskrebs ist eine molekulare Untersuchung des Tumors zunehmend wichtig. Bei einem Teil der Patienten finden sich Veränderungen wie FGFR2-Fusionen, IDH1-Mutationen oder andere therapeutisch relevante Biomarker, gegen die zielgerichtete Medikamente eingesetzt werden können.

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