Glossar-Eintrag

Grading

Das Grading beschreibt die mikroskopischen Eigenschaften eines Tumors und gibt Hinweise darauf, wie stark sich die Krebszellen vom normalen Ursprungsgewebe unterscheiden. Pathologen beurteilen dabei u.a. Aussehen, Reifegrad und Zellteilungsaktivität des Tumors.

In vielen – aber nicht allen – Tumorarten wird beispielsweise zwischen G1, G2 und G3 unterschieden. G1 steht meist für gut differenziertes Gewebe, das dem normalen Ursprungsgewebe noch relativ ähnlich sieht. G3 bezeichnet einen schlecht differenzierten Tumor mit deutlich veränderten Zellen und häufig aggressiverem Wachstumsverhalten.

Einige Erkrankungen besitzen eigene Grading-Systeme, beispielsweise der Gleason-Score bei Prostatakrebs oder spezielle WHO-Systeme bei Hirntumoren.

Das Grading ist nicht dasselbe wie das Staging. Das Grading beschreibt die biologischen bzw. mikroskopischen Eigenschaften des Tumors. Das Staging beschreibt dagegen seine anatomische Ausbreitung im Körper.

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