Glossar-Eintrag

Kastration

Kastration bedeutet die Ausschaltung bzw. starke Unterdrückung der Funktion der Keimdrüsen – also der Hoden oder Eierstöcke. Dies kann durch eine operative Entfernung, durch Medikamente oder in bestimmten Situationen durch Bestrahlung erfolgen.

In der Krebsmedizin spielt der Begriff besonders beim Prostatakrebs eine Rolle. Durch eine operative Entfernung der Hoden oder eine medikamentöse Behandlung mit GnRH-Wirkstoffen kann der Testosteronspiegel stark abgesenkt werden. Man spricht dann auch von einer Androgendeprivationstherapie.

Eine medikamentöse Kastration kann nach Absetzen der Medikamente teilweise reversibel sein, während die operative Entfernung der Keimdrüsen dauerhaft ist.

Kastration bedeutet deshalb medizinisch mehr als nur die Ausschaltung der Fortpflanzungsfähigkeit: Auch die Produktion von Geschlechtshormonen wird stark beeinflusst.

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