Glossar-Eintrag

Knochenmarkpunktion

Knochenmarkpunktion Die Knochenmarkpunktion ist ein medizinisches Verfahren, bei dem mit einer speziellen Nadel eine kleine Menge Knochenmark entnommen wird. Sie dient der Diagnose und Kontrolle von Erkrankungen, die das blutbildende System betreffen, wie z. B. Leukämien, Lymphome oder das Multiple Myelom. Wie funktioniert eine Knochenmarkpunktion? Durchführung: Die Entnahme erfolgt meist aus dem Beckenknochen. Nach einer örtlichen Betäubung wird eine Hohlnadel eingeführt, um eine kleine Menge flüssigen Knochenmarks (Aspirat) oder festen Knochenmarksgewebes (Biopsie) zu entnehmen. Dauer: Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Wann wird eine Knochenmarkpunktion durchgeführt? Zur Diagnose von Bluterkrankungen, wie dem Multiplen Myelom oder Leukämien Zur Beurteilung der Krankheitsaktivität Zur Überwachung des Behandlungserfolgs Ist die Knochenmarkpunktion schmerzhaft? Dank der örtlichen Betäubung ist der Eingriff meist gut verträglich. Einige Patienten empfinden ein Druck- oder Ziehgefühl, wenn die Probe entnommen wird. Gelegentlich wird der Eingriff auch in Kurznarkose durchgeführt. Die Knochenmarkpunktion ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik bei vielen Blutkrebs-Erkrankungen und liefert wertvolle Informationen für die Therapieplanung.

 

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