Glossar-Eintrag

Leukämie

Leukämie ist ein Sammelbegriff für bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems. Sie entstehen meist im Knochenmark und führen zur krankhaften Vermehrung bestimmter Blut- bzw. Vorläuferzellen.

Eine Leukämie bildet im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten meist keinen einzelnen festen Tumor.

Man unterscheidet insbesondere:

  • akute myeloische Leukämie (AML),
  • akute lymphatische bzw. lymphoblastische Leukämie (ALL),
  • chronische myeloische Leukämie (CML),
  • chronische lymphatische Leukämie (CLL).

Akute Leukämien können sich innerhalb kurzer Zeit entwickeln und müssen meist rasch behandelt werden. Chronische Leukämien verlaufen häufig langsamer.

Der Ausdruck „weißes Blut“ stammt aus der historischen Bezeichnung. Die Zahl der weißen Blutkörperchen muss bei einer Leukämie jedoch nicht zwangsläufig erhöht sein; sie kann auch normal oder vermindert sein.

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