Die DREAMM-7-Studie zeigt, dass die Kombination aus Belantamab Mafodotin, Bortezomib und Dexamethason (BVd) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom signifikant bessere Ergebnisse erzielte als die Standardtherapie DVd. Besonders hervorzuheben ist das längere progressionsfreie Überleben, das längere Gesamtüberleben sowie die höhere Rate an MRD-Negativität.
Trotz der beeindruckenden Wirksamkeit ist das Nebenwirkungsprofil, insbesondere die häufigen Augenprobleme, ein Aspekt, der in der klinischen Praxis berücksichtigt werden muss. Dennoch könnte BVd eine neue Standardtherapie für PatientInnen darstellen, die keine CAR-T-Zelltherapie oder Bispezifische Antikörper (BiTEs) erhalten können.
Weitere Langzeitdaten werden erwartet, um den Stellenwert dieser Kombination langfristig zu bewerten.
Eine Kombinationsbehandlung aus Belantamab wird aktuell unter anderem in der DREAMM-9 Studie auch bei PatientInnen mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom, bei denen keine autologe Stammzelltransplantation geplant ist, untersucht
Hinweis
Belantamab Mafodotin ist derzeit noch nicht für den Einsatz in der 2. Therapielinie zugelassen. Patienten sollten sich an ihre behandelnden Ärzte wenden, um sich über verfügbare Optionen zu informieren.