In den meisten Fällen kommen jedoch weniger invasive Verfahren der Immuntherapie zum Einsatz. Hierbei sind vor allem die „Checkpoint-Inhibitoren“ ein oft verwendetes Medikament. Dies sind Antikörper, die die PatientInnen als Infusion, meist im 3-Wochen-Abstand, erhalten. Sie blockieren bestimmte Proteine („Checkpoints“) auf den Immun- oder den Krebszellen, sodass diese vom Immunsystem besser erkannt und zerstört werden können.
Checkpoints – das sind zum Beispiel die Proteine PD-1 oder CTLA-4 – sie werden von Immunzellen auf deren Oberfläche angebracht, um beim Abtasten körpereigene, gesunde Zellen zu erkennen, bevor sie eine Reaktion und Bekämpfung einleiten.
Erst wenn die Checkpoints auf keinen geeigneten Partner bei der abgetasteten Zelle treffen, kommt es zur Immunabwehr.
Einige Tumorzellen besitzen die Fähigkeit, die passenden Proteine für die Checkpoints auf ihrer Oberfläche darzustellen, um das körpereigene Immunsystem auszutricksen und sich vor ihm als körpereigene, gesunde Zellen zu tarnen. An diesem Punkt kommen die Checkpoint-Inhibitoren ins Spiel.
Sie setzen sich an die Checkpoint-Proteine der Immunzellen oder deren Partner-Proteine (z.B. PD-L1) auf der Tumorzelle. Beim Abtasten finden die Checkpoints der Immunzellen also keinen Andockpunkt. So kann eine Abwehrreaktion eingeleitet und der Tumor angegriffen werden.