Alles zum Thema multiples Myelom

Inhaltsverzeichnis

Was versteht man unter einem multiplen Myelom?

Das multiple Myelom ist eine Krebserkrankung der Plasmazellen im Knochenmark. Es entsteht, wenn eine bestimmte Untergruppe der weißen Blutkörperchen – die sogenannten Plasmazellen, die eigentlich für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind – entarten und sich unkontrolliert vermehren.

Diese Krebszellen produzieren große Mengen eines fehlerhaften Eiweißes (sogenanntes Paraprotein oder M-Gradient). Diese Zellen verdrängen die gesunde Blutbildung und zerstören schleichend die Knochensubstanz. Dieses lässt sich im Blut oder Urin nachweisen.

Warum heißt die Erkrankung „multiples Myelom“?

„Myelom“ bezeichnet eine bösartige Erkrankung von Plasmazellen im Knochenmark.

„Multipel“ bedeutet, dass die Erkrankung häufig an mehreren Stellen des Knochenmarks bzw. in mehreren Knochen gleichzeitig auftritt.

Eine ältere Bezeichnung ist „Morbus Kahler“. Dieser Name wird heute seltener verwendet.

Was sind Plasmazellen?

Plasmazellen gehören zum Immunsystem. Sie entstehen aus sogenannten B-Lymphozyten, einer Untergruppe der Leukozyten.

Gesunde Plasmazellen bilden Antikörper. Antikörper helfen dem Körper dabei, Krankheitserreger, wie z.B. Viren und Bakterien, zu erkennen und zu bekämpfen.

Normalerweise produziert der Körper sehr viele unterschiedliche Antikörper, wobei jeder auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet ist. Dadurch kann das Immunsystem auf zahlreiche verschiedene Krankheitserreger reagieren.

Beim multiplen Myelom verändert sich eine einzelne Plasmazelle bösartig. Aus ihr entstehen viele genetisch ähnliche Myelomzellen, die sich im Knochenmark vermehren.

Was geschieht beim multiplen Myelom?

Die veränderten Plasmazellen können sich an verschiedenen Stellen des Knochenmarks ansammeln. Dort verdrängen sie zunehmend die gesunden blutbildenden Zellen.

Das kann dazu führen, dass der Körper

  • zu wenige Erythrozyten bildet
  • zu wenige gesunde Leukozyten und Antikörper zur Verfügung hat
  • zu wenige Thrombozyten produziert
  • Knochengewebe abbaut
  • bestimmte Eiweiße in großer Menge freisetzt

Die meisten Myelomzellen produzieren große Mengen eines einzigen, gleichartigen Antikörpers oder Teile davon. Dieses Eiweiß wird als monoklonales Protein (M-Protein) oder Paraprotein bezeichnet.

Das Paraprotein kann im Blut und teilweise auch im Urin nachgewiesen werden. Für die Abwehr von Infektionen ist es normalerweise nicht brauchbar. Bestimmte Teile des Paraproteins, die sogenannten freien Leichtketten, können außerdem die Nieren schädigen.

Bei einigen Patienten bilden die Myelomzellen nur Leichtketten. Sehr selten lässt sich überhaupt kein Paraprotein nachweisen. In diesem Fall liegt ein nicht sekretorisches oder asekretorisches Myelom vor.

Das Bild zeigt eine mikroskopische Aufnahme des Knochenmarks, in dem krankhafte Plasmazellen zu erkennen sind.

Wie verändern sich die Blutwerte beim multiplen Myelom?

Häufig besteht eine Blutarmut, der rote Blutfarbstoff ist reduziert.

Die Plasmazellen des multiplen Myeloms produzieren funktionslose Antikörper, diese bestehen aus Eiweiß. Durch die vermehrte Produktion der Antikörper kommt es zu einer Eiweißerhöhung im Blut, diese kann im Labor gemessen werden. Der Anteil an den Antikörpern des multiplen Myeloms im Blut wird auch M-Gradient genannt.

Teile des Antikörpers, die sogenannten Leichtketten, werden mit dem Urin ausgeschieden und können im Urin gemessen werden. Dies wird als Bence-Jones-Proteinurie bezeichnet.

Durch die starke Eiweißerhöhung im Blut kann eine Nierenschädigung eintreten. In diesem Fall sind auch die Nierenwerte, wie zum Beispiel das Serum-Kreatinin und der Harnstoff erhöht.

Durch den vermehrten Knochenabbau steigen die Kalziumwerte im Blut an. Es kann zu stark erhöhten Kalziumwerten kommen, einer sogenannten Hyperkalzämie.

Was ist der Unterschied zwischen MGUS, schwelendem Myelom und behandlungsbedürftiges multiples Myelom?

Plasmazellerkrankungen können verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen.

Die monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz wird als MGUS abgekürzt. Dabei lässt sich bereits ein Paraprotein oder eine kleine Gruppe veränderter Plasmazellen nachweisen.

Es bestehen jedoch keine durch die Plasmazellen verursachten Organschäden.

Eine MGUS ist keine behandlungsbedürftige Krebserkrankung. Sie kommt insbesondere bei älteren Menschen relativ häufig vor. Nur bei einem kleinen Teil der Betroffenen entwickelt sich im Laufe der Zeit ein multiples Myelom oder eine andere behandlungsbedürftige Erkrankung.
Menschen mit MGUS werden deshalb in regelmäßigen Abständen kontrolliert.

Beim schwelenden oder „smoulderingmultiplen Myelom sind bereits mehr veränderte Plasmazellen oder eine größere Menge Paraprotein vorhanden als bei einer MGUS.

Es liegen aber noch keine typischen Organschäden oder anderen eindeutigen Behandlungsgründe vor.

Das schwelende Myelom wird in der Regel zunächst engmaschig beobachtet. Wie hoch das Risiko eines Fortschreitens ist, hängt von verschiedenen Labor-, Knochenmark- und Bildgebungsbefunden ab.

Eine vorbeugende Behandlung ist außerhalb ausgewählter Situationen oder klinischer Studien bislang nicht für jeden Patienten Standard.

Von einem behandlungsbedürftigen multiplen Myelom wird gesprochen, wenn die bereits bestimmte Organschäden verursacht oder Untersuchungsergebnisse ein sehr hohes Risiko für unmittelbar bevorstehende Schäden anzeigen.

Diese Kriterien werden unter dem Begriff „SLiM-CRAB“ zusammengefasst.

Daraus ergeben sich auch die Therapieentscheidungen:

  • Beim MGUS ist keine Therapie notwendig.
  • Beim asymptomatischen multiplen Myelom ist eine Therapie nur erforderlich, wenn Risikofaktoren vorliegen, die das Auftreten von Symptomen vorhersagen (SliM-CRAB).
  • Beim symptomatischen multiplen Myelom ist eine Therapie notwendig (bei Vorliegen eines oder mehrerer CRAB-Kriterien, wie Hyperkalzämie, Nierenschädigung, Blutarmut (Anämie) oder eines Knochenbefalls.
  • Beim Plasmozytom kann eine alleinige Strahlentherapie durchgeführt werden.

Exkurs: Plasmozytom - Definition, Merkmale, diagnostische Kriterien, Therapie und Prognose

Ein Plasmozytom ist eine lokal begrenzte Ansammlung von bösartigen Plasmazellen, die häufig im Knochen auftritt. Diese Tumore können jedoch auch in Weichgeweben (z. B. in den oberen Atemwegen) vorkommen. Das wichtigste Merkmal des Plasmozytoms ist, dass die Krankheit in der Regel auf eine einzelne Stelle begrenzt ist und keine systemische Ausbreitung zeigt.

Diagnostische Kriterien für ein Plasmozytom (laut IMWG):

  • Monoklonale Plasmazellinfiltration: Bestätigung durch Biopsie des betroffenen Gewebes.
  • Lokal begrenzte Erkrankung: keine Hinweise auf systemische Plasmazellerkrankung.
  • Fehlen von SLiM-CRAB-Kriterien: keine Symptome wie Anämie, Niereninsuffizienz oder Knochenläsionen (außer der lokalen Tumorstelle).
  • Normale Plasmazellen im Knochenmark: Der Anteil klonaler Plasmazellen im Knochenmark ist in der Regel unter 10 %.

Therapie des Plasmozytoms

  • Strahlentherapie: Die präzise Strahlentherapie ist der Standard für solitäre Plasmozytome und erzielt häufig eine gute lokale Krankheitskontrolle.
  • Chirurgische Entfernung: Bei extramedullären (außerhalb des Knochen gelegenen) Plasmozytomen kann eine Operation sinnvoll sein, insbesondere wenn sie gut zugänglich sind.
  • Regelmäßige Nachsorge: Etwa 30 – 50 % der Patienten entwickeln  im Verlauf ein multiples Myelom. Daher ist eine engmaschige Kontrolle notwendig.

Prognose des Plasmozytoms

Die Prognose ist bei frühzeitiger Diagnose und lokal begrenzter Erkrankung gut. Allerdings besteht ein Risiko von 30 – 50 % für die Entwicklung eines multiplen Myeloms.

Die folgende Abbildung zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Plasmozytom und multiplem Myelom.

Weiterführende Informationen zum Thema Plasmozytom und multiples Myelom finden Sie auf unserem Blog: Link

Wie häufig ist das multiple Myelom?

Das multiple Myelom ist im Vergleich zu Brust-, Darm-, Lungen- oder Prostatakrebs eine seltene Erkrankung. Unter den bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems gehört es jedoch zu den häufigeren Formen.

In Deutschland gibt es jährlich rund 7.000 Neuerkrankungen. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Lebensalter deutlich an. Die meisten Patienten sind bei der Diagnose älter als 70 Jahre. Erkrankungen vor dem 45. Lebensjahr sind sehr selten.

Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es?

Warum ein Mensch an einem multiplen Myelom erkrankt, lässt sich in den meisten Fällen nicht eindeutig feststellen.

Die Erkrankung entsteht durch Veränderungen im Erbgut einzelner Plasmazellen. Diese Veränderungen führen dazu, dass sich die Zellen unkontrolliert vermehren und normale Kontrollmechanismen umgehen.

Bekannte oder diskutierte Risikofaktoren sind u.a.:

  • höheres Lebensalter
  • männliches Geschlecht
  • eine bereits bestehende MGUS
  • selten eine familiäre Häufung
  • starkes Übergewicht
  • möglicherweise bestimmte Chemikalien, Pestizide oder ionisierende Strahlung.

Die Zusammenhänge mit äußeren Einflüssen sind jedoch nicht in jedem Fall eindeutig nachgewiesen. Bei der großen Mehrheit der Patienten bleibt die Ursache ungeklärt.

Eine familiäre Häufung ist möglich, aber selten. Angehörige von Patienten benötigen deshalb normalerweise keine besonderen Früherkennungsuntersuchungen.

Es sind keine Maßnahmen bekannt, mit denen sich das multiple Myelom sicher verhindern lässt. Ein allgemeines Früherkennungsprogramm für beschwerdefreie Menschen wird nicht empfohlen.

Welche Symptome kann ein multiples Myelom verursachen?

Manche Patienten haben bei der Diagnose noch keine Beschwerden. Das multiple Myelom kann viele Jahre ohne Krankheitszeichen verlaufen (asymptomatisch). Beschwerden treten häufig erst im fortgeschrittenen Stadium des multiplen Myeloms auf.

Bei der überwiegenden Mehrzahl der Patienten macht sich das multiple Myelom durch Knochenschmerzen bemerkbar, am häufigsten klagen die Betroffenen über Rückenschmerzen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass zwar sehr viele Menschen über Rückenschmerzen klagen, diese aber nur in den seltensten Fällen auf eine Krebserkrankung mit Knochenbeteiligung zurückzuführen sind. Die häufigste Ursache für Rückenschmerzen sind „Verschleißerscheinungen“ (degenerative Veränderungen) des Bewegungsapparates. Daher vergeht zwischen dem Auftreten von Knochenschmerzen und der Diagnose einer Myelom-Erkrankung oft einige Zeit.

Bei vielen Patienten wird zunächst eine Schmerztherapie (Tablettentherapie) eingeleitet oder versucht, durch Massagen oder Bewegungstherapie Linderung zu verschaffen.

Häufig wird die Erkrankung erst erkannt, wenn weitere Krankheitszeichen, wie Blutarmut, Nierenfunktionsstörungen, Lähmungserscheinungen im Rahmen von Wirbelkörperbrüchen, erhöhte Kalziumwerte im Blut oder auffällige Laborparameter auftreten.

Immer wieder gibt es auch Patienten, bei denen die Erkrankung zufällig diagnostiziert wird, z.B. nachdem bei einer routinemäßigen Blutentnahme auffällige Laborwerte festgestellt wurden.

Häufig wird das Myelom über die sogenannten CRAB-Kriterien definiert, die die Hauptsymptome beschreiben:

✅ C (Calcium):

Durch den verstärkten Knochenabbau kann Kalzium aus den Knochen ins Blut gelangen. Ein deutlich erhöhter Kalziumspiegel wird als Hyperkalzämie bezeichnet.

Mögliche Beschwerden sind:

  • starker Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Verstopfung
  • Übelkeit
  • Muskelschwäche
  • Benommenheit
  • Verwirrtheit
  • Herzrhythmusstörungen


R (renal = die Niere betreffend):

Eingeschränkte bzw. Verschlechterung der Nierenfunktion, da das fehlerhafte M-Protein die feinen Filtereinheiten der Nieren verstopft. Freie Leichtketten können sich in den Nieren ablagern und dort Schäden verursachen. Weitere Belastungen der Nieren können durch einen erhöhten Kalziumspiegel, Flüssigkeitsmangel, Infektionen oder bestimmte Medikamente entstehen.

Mögliche Anzeichen einer Nierenschädigung sind:

  • schäumender Urin
  • geringere Urinmenge
  • Wassereinlagerungen
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Atemnot

Eine Nierenschädigung kann zunächst aber auch ohne spürbare Beschwerden bestehen.

✅ A (Anämie):

Wenn Myelomzellen die normale Blutbildung verdrängen, können zu wenige Erythrozyten entstehen, was zur Blutarmut führt.

Mögliche Beschwerden sind:

  • extreme Müdigkeit
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Blässe
  • Schwindel
  • Kurzatmigkeit bei Belastung
  • Herzklopfen

✅ B (bone = Knochen):

Knochenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden. Besonders häufig betroffen sind:

  • Wirbelsäule
  • Rippen
  • Becken
  • Brustkorb
  • Oberarme und Oberschenkel

Die Myelomzellen regen knochenabbauende Zellen an und hemmen gleichzeitig den normalen Knochenaufbau. Dadurch können kleine oder größere Defekte im Knochen entstehen. Diese werden als Osteolysen bezeichnet.

Die Knochen können instabil werden. In schweren Fällen treten Knochenbrüche bereits bei geringer Belastung oder sogar ohne erkennbaren Unfall auf.

Darüber hinaus neigen Patienten mit einer Myelom-Erkrankung zu häufigen Infektionen.

Obwohl Myelomzellen große Mengen eines Antikörpers produzieren können, schützt dieses Paraprotein nicht ausreichend vor Krankheitserregern.

Gleichzeitig kann die Bildung normaler Antikörper zurückgehen. Patienten sind deshalb häufig anfälliger für Infektionen, beispielsweise der Atemwege oder der Harnwege. Das Infektionsrisiko kann durch bestimmte Behandlungen zusätzlich steigen.


Nervenschäden
können durch die Erkrankung selbst, durch Knochenveränderungen oder als Nebenwirkung bestimmter Medikamente entstehen.

Mögliche Anzeichen sind:

  • Kribbeln
  • Taubheitsgefühle
  • Brennen
  • Schmerzen
  • vermindertes Temperaturempfinden
  • Unsicherheit beim Gehen

Diese Beschwerden werden als Polyneuropathie bezeichnet.


Weitere mögliche Beschwerden können sein:

  • ungewollter Gewichtsverlust
  • verminderter Appetit
  • Blutungsneigung
  • häufige blaue Flecken
  • Kopfschmerzen oder Schwindel
  • allgemeine Schwäche
  • wiederkehrendes Fieber

Bei welchen Beschwerden ist schnelle ärztliche Hilfe notwendig?

Patienten mit bekanntem oder vermutetem multiplem Myelom sollten unverzüglich medizinische Hilfe suchen bei:

  • plötzlich auftretenden starken Rückenschmerzen
  • Lähmungserscheinungen
  • Taubheitsgefühlen im Bereich von Gesäß oder Beinen
  • Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
  • einem vermuteten Knochenbruch
  • ausgeprägter Verwirrtheit oder Benommenheit
  • sehr geringer Urinmenge
  • hohem Fieber oder Schüttelfrost
  • Atemnot
  • starken Blutungen

Starke Rückenschmerzen in Verbindung mit neurologischen Ausfällen können auf eine Einengung des Rückenmarks hinweisen. Diese muss schnell diagnostiziert und behandelt werden.

Wie wird ein multiples Myelom festgestellt?

Die Diagnostik erfolgt normalerweise bei einem Facharzt für Hämatologie und Onkologie oder in einem spezialisierten Zentrum.

Zur Abklärung gehören mehrere Untersuchungen. Ein einzelner Blutwert reicht für die Diagnose nicht aus.

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

In einem ausführlichen Gespräch schildern Sie dem Arzt Ihre Beschwerden und Vorerkrankungen. Es folgt eine körperliche Untersuchung und Ihr Arzt veranlasst eine Reihe von Blut- und Urinuntersuchungen.

Zu den wichtigsten Untersuchungen gehören:

Im Blutbild werden u.a. Erythrozyten und Leukozyten sowie Thrombozyten bestimmt. Dadurch lässt sich erkennen, ob eine Blutarmut, eine verminderte Infektabwehr oder eine erhöhte Blutungsneigung besteht.

Kreatinin und die geschätzte Filterleistung der Nieren geben Hinweise auf die Nierenfunktion. Der Kalziumwert zeigt, ob durch den Knochenabbau zu viel Kalzium ins Blut gelangt ist.

Mit der Serum-Eiweißelektrophorese wird geprüft, ob ein typischer sogenannter M-Gradient vorliegt.
Die Immunfixation hilft dabei festzustellen, welche Art von Paraprotein gebildet wird.

Außerdem werden häufig bestimmt:

• Immunglobuline IgG, IgA und IgM

• freie Kappa- und Lambda-Leichtketten

• das Verhältnis der beiden Leichtkettenarten

• Gesamteiweiß und Albumin

Beta-2-Mikroglobulin, Albumin und LDH helfen dabei, das Stadium und das statistische Risiko der Erkrankung einzuschätzen. Zusätzlich können weitere Organwerte untersucht werden.

Bestimmte freie Leichtketten können über die Nieren in den Urin gelangen. Sie werden auch als Bence-Jones-Proteine bezeichnet.

Je nach Situation kann eine Untersuchung des Urins oder eine Sammlung des Urins über 24 Stunden notwendig sein. Dabei wird u.a. bestimmt, wie viel Eiweiß ausgeschieden wird und um welche Eiweißart es sich handelt.

Die Myelomzellen können verschiedene genetische Veränderungen aufweisen. Diese werden häufig mit einer sogenannten FISH-Untersuchung analysiert.
Zu den untersuchten Veränderungen gehören etwa:

• del(17p)

• t(4;14)

• t(14;16)

• t(11;14)

• Veränderungen des Chromosoms 1.

Einige dieser Veränderungen sind mit einem höheren Risiko für einen aggressiveren Krankheitsverlauf verbunden. Die Ergebnisse helfen Ärzten dabei, die Prognose einzuschätzen und die Therapie bzw. Erhaltungstherapie zu planen.

Die Veränderungen wurden normalerweise erst in den Myelomzellen erworben. Sie bedeuten daher nicht automatisch, dass eine erbliche Veränderung vorliegt, die auch an Kinder weitergegeben werden kann.

Zur Untersuchung des gesamten Skeletts wird heute häufig eine niedrig dosierte Ganzkörper-Computertomographie ohne Kontrastmittel durchgeführt.

Damit können u.a. erkannt werden:

• Knochenabbau und Osteolysen

• instabile Knochenbereiche

• Wirbelkörperbrüche

• andere Knochenveränderungen.

Die früher übliche Röntgenuntersuchung einzelner Knochen ist weniger empfindlich und wird für die vollständige Erstdiagnostik nicht mehr bevorzugt.
Eine Magnetresonanztomographie kann zusätzliche Informationen über das Knochenmark, die Wirbelsäule und mögliche Weichteilherde liefern.

In bestimmten Situationen kann außerdem eine PET-CT-Untersuchung sinnvoll sein.

Bei der Knochenmarkpunktion werden normalerweise aus dem Beckenknochen eine kleine Menge flüssiges Knochenmark und ein kleiner Gewebezylinder entnommen.

Die Untersuchung zeigt:

• wie hoch der Anteil der Plasmazellen ist

• ob es sich um einen einheitlichen bösartigen Zellklon handelt

• welche Merkmale die Zellen besitzen

• welche genetischen Veränderungen vorhanden sind.

Die Untersuchung erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Patienten können während der Entnahme einen kurzen Druck oder ziehenden Schmerz wahrnehmen.

Exkurs: Wie funktioniert eine Knochenmarkpunktion?

Die folgende Abbildung stellt schematisch den Ablauf einer Knochenmarkpunktion dar: 

Was sind die SLiM-CRAB-Kriterien?

Die SLiM-CRAB-Kriterien helfen dabei festzustellen, ob ein multiples Myelom behandelt werden muss.

CRAB-Kriterien

Die Buchstaben CRAB stehen für vier typische Organschäden:

✅ C- Calcium: 
Der Kalziumspiegel im Blut ist durch die Erkrankung deutlich erhöht.

✅ R – Renal insufficiency:
Die Nierenfunktion ist eingeschränkt.

✅ A – Anemia:
Es besteht eine ausgeprägte Blutarmut.

✅ B – Bone lesions:
In der Bildgebung sind myelombedingte Knochenveränderungen nachweisbar.

SLiM-Kriterien

Zusätzlich gibt es drei Untersuchungsergebnisse, die ein sehr hohes Risiko für bald entstehende Organschäden anzeigen:

  • mindestens 60 Prozent klonale Plasmazellen im Knochenmark
  • ein stark auffälliges Verhältnis der freien Leichtketten
  • mehr als eine bestimmte fokale Knochenmarkveränderung in der MRT

Bereits ein erfülltes SLiM- oder CRAB-Kriterium kann ausreichen, um eine Behandlung einzuleiten. Dabei muss der Befund tatsächlich durch das multiple Myelom verursacht worden sein.

Welche Stadien gibt es beim multiplen Myelom?

Beim multiplen Myelom wird meistens das Internationale Staging System, kurz ISS, oder eine weiterentwickelte Form wie R-ISS bzw. R2-ISS verwendet.

Die Einteilung erfolgt in drei Risikogruppen bzw. Stadien.

Berücksichtigt werden u.a.:

Die Stadien I bis III beschreiben nicht einfach, wie weit sich die Erkrankung im Körper ausgebreitet hat. Das unterscheidet das multiple Myelom von vielen soliden Tumoren.

Die Einteilung dient vor allem dazu, den statistisch wahrscheinlichen Krankheitsverlauf einzuschätzen. Sie kann nicht zuverlässig vorhersagen, wie die Erkrankung bei einem einzelnen Patienten verlaufen wird und kann bislang auch kaum Therapie steuern. Eine Ausnahme bildet die Empfehlung zur Tandem-Transplantation bei Hochrisikopatienten.

• geringe Krankheitsaktivität: Der Körper ist noch relativ wenig durch das Myelom belastet.

• gute Blutwerte: Das Eiweiß Beta-2-Mikroglobulin im Blut ist niedrig und der Eiweißstoff Albumin ist normal hoch (Beta-2-Mikroglobulin ≤ 3,5 mg/l; Serum-Albumin ≥ 3,5 g/dl; LDH ≤ obere Norm = normale LDH-Werte)

• keine Risikogene: Es liegen keine gefährlichen Gen-Veränderungen in den Myelomzellen vor.

• Standardrisiko in der Zytogenetik

• dazwischenliegende Werte: Zwischenstadium, in dem weder die Kriterien von Stadium I noch von Stadium III vollständig erfüllt werden.

• mäßige Aktivität: Die Eiweißwerte und Gen-Merkmale liegen im mittleren Bereich.

• hohe Krankheitsaktivität: Das Myelom hat sich im Körper bereits stärker ausgebreitet.

• veränderte Blutwerte: Das Beta-2-Mikroglobulin im Blut ist deutlich erhöht (Beta-2-Mikroglobulin ≥ 5,5 mg/l).

• zusätzliche Faktoren: Entweder zeigt ein bestimmter Blutwert (LDH) eine Gewebeschädigung an oder es finden sich ungünstige Gen-Veränderungen in den Krebszellen (LDH > obere Norm = erhöhte LDH-Werte).

• hochrisikogene Zytogenetik: del(17p), t(4;14), t(14;16).

Wie ist die Lebenserwartung beim multiplen Myelom?

Dank neuer Therapieansätze, darunter zielgerichtete Medikamente und Immuntherapien, hat sich die Prognose des multiplen Myeloms in den letzten Jahren deutlich verbessert:

Stadium I (R-ISS): Medianes Überleben von 8 – 10 Jahren

Stadium II (R-ISS): Medianes Überleben von 5 – 7 Jahren

Stadium III (R-ISS): Medianes Überleben von 3 – 5 Jahren

Diese Zahlen sind Richtwerte. Individuelle Faktoren, wie etwa das Alter, der allgemeine Gesundheitszustand sowie das Therapieansprechen, spielen eine entscheidende Rolle.

 

Was ist die häufigste Todesursache beim multiplen Myelom?

Oft sind Infektionen, wie etwa schwere Lungenentzündungen, oder Organversagen (z. B. Nierenversagen) die Haupttodesursachen.

Wann muss ein multiples Myelom behandelt werden?

Eine MGUS wird nicht behandelt. Auch ein schwelendes Myelom wird normalerweise zunächst regelmäßig kontrolliert.

Eine Behandlung ist erforderlich, wenn mindestens ein anerkanntes SLiM-CRAB-Kriterium vorliegt oder andere eindeutig myelombedingte Beschwerden bzw. Organschäden auftreten.

Bei einer ausgeprägten Einschränkung der Nierenfunktion, einer Hyperkalzämie oder einer Rückenmarkseinengung kann ein sehr schneller Therapiebeginn notwendig sein.

Eine hohe Menge an Paraprotein allein bedeutet nicht in jedem Fall, dass sofort behandelt werden muss. Entscheidend sind die Gesamtheit der Befunde und das Risiko für Organschäden.

Wie wird ein schwelendes Myelom kontrolliert?

Bei einem schwelenden Myelom erfolgen regelmäßige Kontrollen. Dazu können gehören:

  • ärztliches Gespräch und körperliche Untersuchung
  • Blutbild
  • Nieren- und Kalziumwerte
  • Paraprotein
  • freie Leichtketten
  • Urinuntersuchungen
  • bei Bedarf erneute Bildgebung oder Knochenmarkuntersuchung

Die Abstände richten sich nach dem individuellen Risiko und der Entwicklung der Werte.

Patienten sollten sich unabhängig vom nächsten Kontrolltermin an ihr Behandlungsteam wenden, wenn neue Knochenschmerzen, eine zunehmende Erschöpfung, häufige Infektionen oder andere auffällige Beschwerden auftreten.

Welche Ziele hat die Behandlung?

Die Behandlung soll:

  • die Zahl der Myelomzellen möglichst stark verringern
  • Beschwerden lindern
  • Organschäden verhindern oder zurückbilden
  • Knochen stabilisieren
  • die Nierenfunktion schützen
  • die normale Blutbildung verbessern
  • möglichst lange krankheitsfreie oder krankheitsarme Phasen erreichen
  • die Lebensqualität erhalten
  • die Lebenszeit verlängern

Bei vielen Patienten lässt sich eine Remission erreichen. Das bedeutet, dass die Erkrankung deutlich zurückgedrängt wird und sich Beschwerden und auffällige Untersuchungswerte verbessern.

Eine Remission ist jedoch nicht automatisch mit einer dauerhaften Heilung gleichzusetzen.

Wie wird die passende Behandlung ausgewählt?

Die Therapie wird individuell geplant. Besonders wichtig sind:

  • körperliche Fitness und biologisches Alter
  • Herz-, Lungen-, Leber- und Nierenfunktion
  • Begleiterkrankungen
  • genetische Risikomerkmale der Myelomzellen
  • Ausmaß und Geschwindigkeit der Erkrankung
  • bestehende Nervenschäden
  • Infektionsrisiko
  • persönliche Lebenssituation
  • Wünsche und Therapieziele des Patienten
  • Eignung für eine Hochdosistherapie und Stammzelltransplantation

Das kalendarische Alter ist nicht das einzige Entscheidungskriterium. Ein körperlich fitter älterer Patient kann unter Umständen eine intensivere Behandlung erhalten als ein jüngerer Patient mit schweren Begleiterkrankungen.

Wie sieht die erste Behandlung aus?

Bei der Erstbehandlung werden normalerweise mehrere Wirkstoffe miteinander kombiniert. Sie greifen die Myelomzellen auf unterschiedliche Weise an.

Für viele neu diagnostizierte Patienten werden heute Vierfachkombinationen bevorzugt. Dazu gehören:

  • ein Antikörper gegen CD38, wie etwa Daratumumab oder Isatuximab
  • der Proteasom-Hemmer Bortezomib
  • der Immunmodulator Lenalidomid
  • das Kortisonpräparat Dexamethason

Diese Kombinationen werden abgekürzt als Dara-VRd bzw. Isa-VRd bezeichnet.

Seit 2025 sind entsprechende Vierfachkombinationen in der Europäischen Union für neu diagnostizierte Patienten in erweiterten Anwendungsgebieten verfügbar. Welche Kombination tatsächlich geeignet ist, hängt insbesondere von Fitness, Begleiterkrankungen, Nierenfunktion, Transplantationseignung und Zulassungsbedingungen ab. Bei gesundheitlich stark geschwächten Patienten kann eine weniger intensive Behandlung sinnvoller sein.

Welche Medikamentengruppen werden eingesetzt?

Im Rahmen der Therapie werden folgende Medikamentengruppen eingesetzt:

Daratumumab und Isatuximab richten sich gegen das Eiweiß CD38 auf der Oberfläche von Myelomzellen.
Die Antikörper markieren die Krebszellen für das Immunsystem und lösen weitere Vorgänge aus, die zum Absterben der Zellen führen können.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

• Reaktionen bei oder kurz nach der ersten Gabe

• Infektionen

• Veränderungen des Blutbildes

• Müdigkeit

Daratumumab kann außerdem bestimmte Blutgruppenuntersuchungen beeinflussen. Patienten sollten vor Bluttransfusionen darauf hinweisen, dass sie mit diesem Medikament behandelt werden oder wurden.

Proteasomen sind Bestandteile der Zellen, die nicht mehr benötigte Eiweiße abbauen. Myelomzellen produzieren besonders viele Eiweiße und sind deshalb empfindlich gegenüber einer Blockade dieses Systems.

Zu den Proteasom-Hemmern gehören:

• Bortezomib

• Carfilzomib

• Ixazomib.

Mögliche Nebenwirkungen unterscheiden sich je nach Wirkstoff. Dazu gehören zum Beispiel:

• Nervenschäden

• Veränderungen des Blutbildes

• Infektionen

• Magen-Darm-Beschwerden

• Herz-Kreislauf-Probleme

Zu dieser Gruppe gehören:

• Lenalidomid

• Pomalidomid

• Thalidomid.

Sie beeinflussen das Immunsystem und können das Wachstum der Myelomzellen hemmen.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

• Veränderungen des Blutbildes

• erhöhtes Infektionsrisiko

• erhöhtes Risiko für Thrombosen

• Müdigkeit

• Hautreaktionen

• Nervenschäden, insbesondere unter Thalidomid.

Während einer Behandlung mit Lenalidomid oder Pomalidomid kann deshalb eine vorbeugende Blutverdünnung erforderlich sein.

Diese Medikamente können ungeborene Kinder schwer schädigen. Für Frauen und Männer gelten daher strenge Sicherheits- und Schwangerschaftsverhütungsprogramme.

Dexamethason oder Prednisolon können Myelomzellen direkt schädigen und die Wirkung anderer Medikamente unterstützen.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

• Schlafstörungen

• Unruhe oder Stimmungsschwankungen

• erhöhter Blutzucker

• Muskelschwäche

• erhöhtes Infektionsrisiko

• Magenbeschwerden

• Knochenabbau.

Die Dosis kann insbesondere bei älteren oder gesundheitlich stark geschwächten Patienten angepasst werden.

Was bedeutet Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation?

Für körperlich geeignete Patienten ist die Hochdosistherapie mit anschließender autologer Stammzelltransplantation weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Erstbehandlung.

„Autolog“ bedeutet, dass der Patient seine eigenen Blutstammzellen zurückerhält.

Die Behandlung erfolgt in mehreren Schritten:

1. Einleitende Behandlung

Zunächst erhält der Patient mehrere Zyklen einer Medikamentenkombination. Diese Phase wird als Induktion bezeichnet. Sie soll die Zahl der Myelomzellen deutlich verringern.

2. Sammlung der Stammzellen

Anschließend werden Blutstammzellen aus dem Blut gesammelt und eingefroren.

3. Hochdosis-Chemotherapie

Der Patient erhält eine sehr hohe Dosis des Chemotherapeutikums Melphalan. Diese soll möglichst viele verbliebene Myelomzellen abtöten.

Die Hochdosistherapie schädigt jedoch auch die normale Blutbildung im Knochenmark.

4. Rückgabe der Stammzellen

Die zuvor gesammelten Stammzellen werden über eine Infusion zurückgegeben. Sie siedeln sich wieder im Knochenmark an und stellen die Blutbildung neu her.

Die Stammzellen selbst bekämpfen das Myelom nicht. Sie ermöglichen es vielmehr, die intensive Hochdosis-Chemotherapie durchzuführen.

5. Konsolidierung und Erhaltung

Je nach Behandlungskonzept können weitere Therapiezyklen folgen. Anschließend erhalten viele Patienten eine Erhaltungstherapie, häufig mit Lenalidomid und in bestimmten Konzepten zusätzlich mit einem Antikörper.

Die Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation kann die Erkrankung besonders tief zurückdrängen und die Zeit bis zu einem erneuten Fortschreiten verlängern. Sie gilt aber normalerweise nicht als sichere Heilung.

Was erhalten Patienten, die nicht für eine Hochdosistherapie geeignet sind?

Auch ohne Stammzelltransplantation stehen wirksame Behandlungen zur Verfügung.

Je nach körperlicher Verfassung kommen beispielsweise infrage:

  • eine Vierfachkombination mit Anti-CD38-Antikörper, Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason
  • Daratumumab, Lenalidomid und Dexamethason
  • andere angepasste Drei- oder Zweifachkombinationen
  • eine Behandlung mit reduzierter Kortisondosis
  • individuell angepasste Dosierungen und längere Therapieintervalle

Bei gesundheitlich stark geschwächten Patienten ist nicht die größtmögliche Anzahl an Medikamenten automatisch die beste Lösung. Eine gut verträgliche Behandlung, die dauerhaft durchgeführt werden kann, kann sinnvoller sein als eine sehr intensive Therapie mit häufigen Unterbrechungen.

Es gibt heute also eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten, die individuell auf Ihre Erkrankung und Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden können. Diese umfassen:

  • medikamentöse Therapien
  • Hochdosischemotherapie mit Stammzelltransplantation
  • neue Immuntherapien
  • Strahlentherapie
  • knochenstärkende Therapien

Die Kombination dieser Verfahren hat in den letzten Jahren die Behandlungsergebnisse deutlich verbessert.

Bei größeren Osteolysen im Knochen wird häufig eine lokale Bestrahlung empfohlen. Wichtig sind auch unterstützende Therapiemaßnahmen, wie zum Beispiel Physiotherapie und Knochen-stärkende Medikamente (Bisphosphonate).

Die Behandlung beginnt oft mit Medikamenten, die das Wachstum der Myelom-Zellen stoppen. Dazu gehören:

  • Chemotherapie: häufig eingesetzt bei Schmerzen oder drohenden Komplikationen. Ihr Einsatz ist jedoch durch neue Therapien seltener geworden.
  • Neue Substanzen: hierzu zählen immunmodulatorische Medikamente (z. B. Thalidomid, Lenalidomid und Pomalidomid), Proteasomen-Hemmer (z. B. Bortezomib) und monoklonale Antikörper (z. B. Daratumumab, Isatuximab und Elotuzumab). Diese haben die Behandlungsergebnisse deutlich verbessert.

Dieses Verfahren ist der Standard für Patienten unter 70 Jahren.

  • Ablauf: Nach einer Hochdosischemotherapie werden eigene Stammzellen zurückgeführt, um die Blutbildung zu fördern.
  • Tandemtransplantation: In einigen Fällen kann die Behandlung nach drei Monaten wiederholt werden.
  • Die autologe Stammzelltransplantation an sich wirkt nicht gegen das multiple Myelom, ermöglicht aber überhaupt erst die sichere Durchführung der Hochdosischemotherapie. Die eigenen Stammzellen beschleunigen die Erholung der Blutbildung nach der Hochdosischemotherapie.

Bei Rückfällen oder schwer behandelbaren Fällen stehen moderne Therapien zur Verfügung:

  • CAR T-Zell-Therapie: Eigene Immunzellen werden genetisch verändert, um Myelom-Zellen zu bekämpfen.
  • Bispezifische Antikörper: Diese unterstützen das Immunsystem bei der Zerstörung der Krebszellen.

Aktuell untersuchen klinische Studien den Einsatz dieser neuen Immuntherapien (bispezfische Antikörper, CAR T-Zell Therapie) auch bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplen Myelom. Weitere neue Substanzen und Therapieverfahren werden bei Patienten mit einem fortgeschrittenen multiplen Myelom untersucht.

Bei Schmerzen oder drohenden Knochenbrüchen hilft oft eine lokale Bestrahlung. Diese Therapie wird meist ambulant in mehreren Sitzungen durchgeführt.

Um Knochenschmerzen zu lindern und Brüchen vorzubeugen, werden Medikamente, wie Bisphosphonate oder Denosumab, eingesetzt.

Wichtig: Eine zahnärztliche Kontrolle vor der Behandlung ist notwendig, um Komplikationen zu vermeiden.

Was ist eine Erhaltungstherapie?

Nach einer intensiven Erstbehandlung kann eine Erhaltungstherapie eingesetzt werden. Sie soll die verbliebenen Myelomzellen möglichst lange unter Kontrolle halten.

Häufig wird Lenalidomid verwendet. Abhängig von der vorausgegangenen Behandlung und der individuellen Risikosituation kann eine Kombination mit Daratumumab oder eine andere Strategie infrage kommen.

Eine Erhaltungstherapie wird meist über einen längeren Zeitraum durchgeführt. Nutzen und Nebenwirkungen werden regelmäßig untersucht.

Was geschieht, wenn das Myelom zurückkehrt?

Bei den meisten Patienten wird das multiple Myelom nach einer zunächst erfolgreichen Behandlung irgendwann wieder nachweisbar oder aktiv. Dies wird als Rezidiv bezeichnet.

Von einer refraktären Erkrankung wird gesprochen, wenn das Myelom während einer Therapie fortschreitet oder kurz nach der Behandlung erneut wächst.

Die Auswahl der nächsten Behandlung hängt u.a. davon ab:

  • welche Medikamente bereits eingesetzt wurden
  • wie gut und wie lange die vorherige Therapie gewirkt hat
  • welche Nebenwirkungen aufgetreten sind
  • gegen welche Wirkstoffe die Erkrankung unempfindlich geworden ist
  • wie schnell das Myelom fortschreitet
  • welche genetischen Merkmale vorliegen
  • wie fit der Patient ist
  • ob eine CAR-T-Zelltherapie oder ein bispezifischer Antikörper infrage kommt.

Es existiert nicht für jeden Patienten dieselbe festgelegte Reihenfolge. Moderne Empfehlungen orientieren sich zunehmend an den bereits eingesetzten Wirkstoffklassen, der Wirksamkeit der bisherigen Behandlungen und der individuellen Situation.

Was ist eine CAR-T-Zelltherapie?

CAR-T-Zellen sind körpereigene T-Zellen, die im Labor genetisch verändert werden.

Zunächst werden dem Patienten T-Zellen aus dem Blut entnommen. Im Labor erhalten sie einen künstlichen Rezeptor, den sogenannten chimären Antigenrezeptor oder CAR.

Dieser Rezeptor erkennt ein bestimmtes Merkmal auf Myelomzellen. Die beim multiplen Myelom zugelassenen CAR-T-Zelltherapien richten sich insbesondere gegen BCMA.

Nach der Herstellung werden die veränderten Zellen dem Patienten als Infusion zurückgegeben. Sie können Myelomzellen erkennen und zerstören.

Zu den CAR-T-Zelltherapien beim multiplen Myelom gehören:

  • Ciltacabtagen Autoleucel
  • Idecabtagen Vicleucel

Die zugelassenen Einsatzbereiche unterscheiden sich und können sich durch neue Studien und Zulassungserweiterungen verändern. Eine Behandlung erfolgt ausschließlich in spezialisierten Zentren.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Zu den besonders wichtigen Risiken gehören:

  • Zytokin-Freisetzungssyndrom
  • neurologische Nebenwirkungen
  • ausgeprägte und länger anhaltende Veränderungen des Blutbildes
  • schwere Infektionen
  • Antikörpermangel
  • selten weitere schwere Spätfolgen

Beim Zytokin-Freisetzungssyndrom wird das Immunsystem stark aktiviert. Mögliche Anzeichen sind Fieber, niedriger Blutdruck, beschleunigter Herzschlag und Atemprobleme.

Nach einer CAR-T-Zelltherapie sind langfristige Kontrollen notwendig.

Was sind bispezifische Antikörper?

Bispezifische Antikörper besitzen zwei unterschiedliche Bindungsstellen.

Eine Bindungsstelle erkennt ein Merkmal auf der Myelomzelle. Die andere bindet an eine T-Zelle des Immunsystems. Dadurch werden T-Zelle und Myelomzelle eng zusammengebracht und die T-Zelle kann die Krebszelle angreifen.

Zu den Zielstrukturen gehören insbesondere:

  • BCMA
  • GPRC5D

Zu den zugelassenen bispezifischen Antikörpern gehören, abhängig von der Behandlungssituation, zum Beispiel:

  • Teclistamab
  • Elranatamab
  • Talquetamab

Anders als CAR-T-Zellen werden bispezifische Antikörper nicht individuell für jeden Patienten hergestellt. Sie stehen grundsätzlich als fertige Medikamente zur Verfügung und werden wiederholt verabreicht.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Zytokin-Freisetzungssyndrom
  • Veränderungen des Blutbildes
  • Infektionen
  • ausgeprägter Antikörpermangel
  • neurologische Beschwerden

Bei GPRC5D-gerichteten Behandlungen können zusätzlich Geschmacks-, Haut- und Nagelveränderungen auftreten.

Die ersten Dosen werden schrittweise gesteigert. Dabei ist häufig eine engmaschige oder stationäre Überwachung notwendig.

Welche Rolle spielt die Strahlentherapie?

Das multiple Myelom wird hauptsächlich mit Medikamenten behandelt. Eine Strahlentherapie kann jedoch gezielt eingesetzt werden, beispielsweise bei:

  • starken, örtlich begrenzten Knochenschmerzen
  • einem einzelnen Plasmazelltumor
  • drohenden oder bestehenden Knochenbrüchen
  • einer Einengung des Rückenmarks
  • lokalen Herden, die nicht ausreichend auf Medikamente ansprechen

Die Strahlentherapie behandelt den bestrahlten Bereich, nicht jedoch sämtliche Myelomzellen im Körper.

Wann ist eine Operation notwendig?

Eine Operation kann erforderlich sein, wenn:

  • ein Knochen stark instabil ist
  • ein Knochenbruch versorgt werden muss
  • ein Wirbelkörper einzubrechen droht
  • das Rückenmark oder ein Nerv unter Druck gerät
  • Schmerzen durch eine Stabilisierung verringert werden können

Die Entscheidung erfolgt häufig gemeinsam durch Hämatologen, Radiologen, Strahlentherapeuten sowie Wirbelsäulen- oder Unfallchirurgen.

Wie werden die Knochen geschützt?

Patienten mit Knochenbeteiligung erhalten häufig knochenstabilisierende Medikamente.

Dazu gehören:

  • Bisphosphonate wie Zoledronsäure
  • der RANKL-Antikörper Denosumab

Diese Medikamente können das Risiko für Knochenbrüche, eine Rückenmarkseinengung, einen erhöhten Kalziumspiegel und notwendige Bestrahlungen oder Operationen verringern.

Vor Beginn sollte der Zustand der Zähne und des Kiefers untersucht werden. Selten kann es zu einer Schädigung des Kieferknochens, einer sogenannten Kieferosteonekrose, kommen.

Während der Behandlung sind eine gute Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen wichtig. Bevor ein Zahn gezogen oder ein anderer größerer Eingriff vorgenommen wird, sollten sich Zahnarzt und Behandlungsteam abstimmen.

Kalzium und Vitamin D können, abhängig vom Blutwert, der Nierenfunktion und der gewählten Behandlung, empfohlen werden. Die Einnahme sollte nicht ohne Rücksprache erfolgen.

Wie wird die Nierenfunktion geschützt?

Eine myelombedingte Nierenschädigung muss schnell behandelt werden. Wichtig ist vor allem, die Zahl der schädlichen Leichtketten durch eine wirksame Myelomtherapie rasch zu verringern.

Weitere Maßnahmen können sein:

  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr, sofern medizinisch erlaubt
  • Behandlung eines erhöhten Kalziumspiegels
  • Behandlung von Infektionen
  • Anpassung von Medikamentendosen
  • Vermeidung nierenschädigender Medikamente
  • in schweren Fällen eine vorübergehende oder dauerhafte Dialyse

Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika können die Nieren zusätzlich belasten. Dazu gehören etwa Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen. Patienten sollten Schmerzmittel deshalb mit ihrem Behandlungsteam abstimmen.

Wie können Infektionen verhindert werden?

Patienten mit multiplem Myelom haben durch die Erkrankung und viele Behandlungen ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Abhängig von der Therapie können sinnvoll sein:

  • Impfungen gegen Grippe, COVID-19 und Pneumokokken
  • vorbeugende Medikamente gegen Gürtelrose
  • in bestimmten Situationen Antibiotika
  • Immunglobulin-Infusionen bei starkem Antikörpermangel und wiederkehrenden Infektionen
  • regelmäßige Kontrolle des Blutbildes
  • rasche Untersuchung bei Fieber oder Infektzeichen

Lebendimpfstoffe sind während einer ausgeprägten Immunsuppression häufig ungeeignet. Impfungen sollten deshalb mit dem Behandlungsteam abgestimmt werden.

Fieber während einer Myelomtherapie sollte nicht bis zum nächsten regulären Termin abgewartet werden. Patienten sollten sich an die Anweisungen ihres Behandlungsteams halten und zeitnah Kontakt aufnehmen.

Warum kann eine Thromboseprophylaxe notwendig sein?

Das multiple Myelom und bestimmte Behandlungen erhöhen das Risiko für Blutgerinnsel.

Besonders Immunmodulatoren wie Lenalidomid und Pomalidomid können das Risiko steigern, vor allem in Kombination mit Dexamethason und weiteren Medikamenten.

Abhängig vom persönlichen Risiko kann der Arzt beispielsweise empfehlen:

  • Acetylsalicylsäure
  • niedermolekulares Heparin
  • ein anderes gerinnungshemmendes Medikament

Warnzeichen einer Thrombose oder Lungenembolie sind:

  • einseitig geschwollenes oder schmerzendes Bein
  • plötzlich auftretende Atemnot
  • Brustschmerzen
  • ungewöhnlich schneller Herzschlag
  • Bluthusten

Diese Beschwerden müssen umgehend ärztlich abgeklärt werden.

Wie wird untersucht, ob die Therapie wirkt?

Während und nach der Behandlung werden regelmäßig kontrolliert:

  • Paraprotein im Blut
  • freie Leichtketten
  • Blutbild
  • Nierenfunktion
  • Kalzium
  • Beschwerden und körperlicher Zustand
  • bei Bedarf Urinwerte
  • bei Bedarf Knochenmark und Bildgebung

Das Behandlungsergebnis kann beispielsweise als partielle, sehr gute partielle oder komplette Remission eingestuft werden.

Was bedeutet MRD-Negativität?

MRD steht für „messbare Resterkrankung“.

Mit besonders empfindlichen Untersuchungen kann im Knochenmark nach sehr kleinen Mengen verbliebener Myelomzellen gesucht werden.

Sind mit dem verwendeten Verfahren keine Myelomzellen mehr nachweisbar, spricht man von einer MRD-Negativität. Dies ist im Allgemeinen mit einer günstigeren Prognose verbunden.

Eine MRD-negative Untersuchung bedeutet jedoch nicht mit Sicherheit, dass keine einzige Myelomzelle mehr im Körper vorhanden ist. Ob eine Behandlung allein aufgrund des MRD-Ergebnisses verkürzt, verlängert oder verändert werden sollte, ist noch Gegenstand klinischer Studien.

Wie ist die Prognose beim multiplen Myelom?

Der Verlauf kann sich von Patient zu Patient stark unterscheiden.

Einfluss haben u.a.:

  • genetische Eigenschaften der Myelomzellen
  • Stadium und Krankheitsausmaß
  • Nierenfunktion
  • körperliche Fitness
  • Begleiterkrankungen
  • Ansprechen auf die Behandlung
  • Tiefe und Dauer der Remission
  • Wirksamkeit späterer Therapien

Eine dauerhafte Heilung ist bisher nur in Ausnahmefällen erreichbar. Moderne Therapien können die Erkrankung aber häufig über viele Jahre kontrollieren. Manche Patienten erreichen sehr lange Remissionen.

Statistische Überlebenswerte beziehen sich immer auf größere Patientengruppen, die häufig mehrere Jahre zuvor behandelt wurden. Sie bilden die Wirkung neuerer Therapien deshalb nicht immer vollständig ab und können den persönlichen Verlauf nicht zuverlässig vorhersagen.

Wie lebt man mit einem multiplen Myelom?

Auch mit einem multiplen Myelom ist für viele Patienten ein weitgehend selbstbestimmtes Leben möglich. Die Erkrankung und ihre Behandlung können jedoch körperlich und psychisch belastend sein.

Hilfreich können sein:

  • regelmäßige, individuell angepasste Bewegung
  • Physiotherapie
  • Rehabilitation
  • Schmerztherapie
  • Ernährungsberatung bei konkreten Problemen
  • psychoonkologische Unterstützung
  • Beratung zu Arbeit, Rente und Schwerbehinderung
  • Austausch mit einer Selbsthilfegruppe

Bei geschädigten oder instabilen Knochen sollte körperliche Aktivität zuvor mit dem Behandlungsteam oder einem erfahrenen Physiotherapeuten abgestimmt werden. Ungeeignete Belastungen können das Risiko eines Knochenbruchs erhöhen.

Welche Rolle spielen klinische Studien?

Klinische Studien bieten Patienten oft die Chance, schon sehr früh von wegweisenden neuen Therapieverfahren zu profitieren. Viele wichtige Fortschritte beim multiplen Myelom wurden durch klinische Studien ermöglicht.

Untersucht werden etwa:

  • neue Antikörper
  • neue CAR-T-Zelltherapien
  • neue bispezifische Antikörper
  • Kombinationen verschiedener Immuntherapien
  • Behandlungen gegen neue Zielstrukturen
  • Strategien für Hochrisiko-Myelome
  • MRD-gesteuerte Behandlungen
  • neue Therapien für das schwelende Myelom
  • Möglichkeiten, Nebenwirkungen und Infektionen zu verringern

Eine klinische Studie kann insbesondere bei einem Rückfall, einer Hochrisikoerkrankung oder nach mehreren vorausgegangenen Therapien eine zusätzliche Möglichkeit darstellen. Leitlinien empfehlen, eine Studienteilnahme nach Möglichkeit zu prüfen.

Die Studienteilnahme ist freiwillig. Vor einer Entscheidung sollten Patienten u.a. fragen:

  • Was ist das Ziel der Studie?
  • Welche Behandlung würde ich außerhalb der Studie erhalten?
  • Ist eine zufällige Zuteilung zu Behandlungsgruppen vorgesehen?
  • Welche zusätzlichen Termine und Untersuchungen sind notwendig?
  • Welche bekannten und unbekannten Risiken bestehen?
  • Wer übernimmt mögliche zusätzliche Kosten?
  • Welche Alternativen habe ich?

Nicht jeder behandelnde Arzt kennt sämtliche aktuell rekrutierende Myelom-Studien. Eine gezielte, individuelle Studienrecherche kann deshalb sinnvoll sein. Eine gefundene Studie sollte anschließend gemeinsam mit dem behandelnden Hämato-Onkologen bewertet werden.

Welche Fragen können Patienten ihrem Arzt stellen?

  • Handelt es sich um eine MGUS, ein schwelendes oder ein behandlungsbedürftiges Myelom?
  • Welches SLiM-CRAB-Kriterium ist bei mir erfüllt?
  • Welches Stadium und welche Risikogruppe liegen vor?
  • Welche genetischen Veränderungen wurden gefunden?
  • Muss meine Erkrankung sofort behandelt werden?
  • Bin ich für eine Hochdosistherapie und Stammzelltransplantation geeignet?
  • Welche Medikamentenkombination empfehlen Sie und warum?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Wie lange dauert die Behandlung?
  • Ist eine Erhaltungstherapie vorgesehen?
  • Welche Nebenwirkungen sollte ich sofort melden?
  • Wie kann ich meine Knochen und Nieren schützen?
  • Benötige ich eine Thrombose- oder Infektionsprophylaxe?
  • Welche Impfungen werden empfohlen?
  • Welche Schmerzmittel darf ich einnehmen?
  • Wie wird das Therapieansprechen kontrolliert?
  • Gibt es eine geeignete klinische Studie?
  • Ist eine Zweitmeinung an einem spezialisierten Myelom-Zentrum sinnvoll?

Quellen und medizinischer Hinweis

Wesentliche Grundlagen dieser Ratgeber-Seite sind:

  • Onkopedia-Leitlinie „Multiples Myelom“, Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, Stand Oktober 2024 mit nachfolgenden Aktualisierungen.
  • S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz oder Multiplem Myelom“.
  • Informationen des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums zu Erkrankung, Diagnostik und Behandlung.
  • Aktuelle Arzneimittel- und Zulassungsinformationen der Europäischen Arzneimittel-Agentur zu CAR-T-Zellen und bispezifischen Antikörpern.
  • Aktuelle Fachinformation des Krebsinformationsdienstes zu neuen Erstlinien- und Immuntherapien, veröffentlicht 2025.
  • Clinicaltrials
  • International Myeloma Foundation

Kennen Sie alle Therapieoptionen für Ihre Krebserkrankung?

Individuelle Beratung durch unsere Experten

Lieber telefonieren?

Lassen Sie sich von uns beraten – kostenlos und unverbindlich

Erfahren Sie hier alle Behandlungsoptionen für Ihre individuelle Krebserkrankung

Wir unterstützen Krebspatienten dabei, passende klinische Studien zu finden – kostenlos, persönlich und mit Expertenwissen.

Rechtliches

AGB

Wichtig: In den Texten auf unserer Webseite benutzen wir einheitlich die männliche Form. Das ist leichter zu lesen. Gemeint sind alle Menschen.

© 2026 iuvando GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Mit Hoffnung und Expertise für Patienten.